Samstag, 26. November 2005

Erholung oder auch nicht, wie man es nimmt

Da wir ja nun den kulturellen Teil unserer Reise abgeschlossen haben, folgt nun der angenehmere teil. Soweit der Plan. Da wir aber auch nicht Lust haben den ganzen Tag am Strand zu liegen, wollten wir heute mal nen Ausflug zu den vorgelagerten Inseln, inklusive Schnorcheln im Meer machen. Also Ausflug gebucht fuer 9$ und alles wird gut.

Puenktlich 8Uhr steht ein Minibus vor der Tuer udn will uns abholen. Die erste Ueberraschung des Tages, Friedemann fuehlt sich nicht so und will aus Ruecksicht auf seinen Magen lieber nicht an der Tour teilnehmen. Also bin ich alleine losgezogen. Zunaechst ging es zum Fruehstueck essen in die Basisstation des Veranstalters. Dort stellte man fest das wir ja unsere Tour bei einem gnaz anderen Veranstalter gebucht hatten, also wieder in den Bus und ab ging es 500m weiter zu einem anderen Fruehstueck. Ganz offensichtlich ist das aber ueberall das gleiche (grosses trockenes Weissbrot mit Marmelade und Kaffee, oder was man hier so nennt), also auch nichts verpasst. Anschliessend ging es direkt aufs Boot. Das Boot war ein umgebautes Fischerboot aus Holz mit zwie Ausasenbordmotoren. Leider funktionierte der eine Motor von Anfang an immer nur fuer ca. 20Sekunden bevor er wieder ausging. Trotz intensiver Versuche der Besatzung gelang es nicht diesen in Ordnung zu bringen. Aber was solls, dann geht es eben langsamer vorwaerts. Waehrend der normalerweise ca. einstuendigen Ueberfahrt zur ersten Insel zog dann ein kleines Gewitter auf, wie es hier in dieser Region zum Ende der Regenzeit haeufiger auftritt. Da wir aber zwischenzeitlich schon von dem hohen Wellengang vollkommen durchnaesst waren, machte der Regen nun auch nichts mehr. Er war im Gegenteil noch ganz angenehm, da er nicht salzig und zudem auch noch warm war. Irgendwann versagt dann auch der zweite Motor seinen Dienst udn wir trieben ca. 15Minuten Steuerlos auf dem offenen Meer herum. Sehr beruhigend wirkte natuerlich das zwei weitere Boot uns in dieser Zeit ueberholten und keinerlei Notiz von uns nahmen. Doch irgenwie hat es die Besatzung dann doch noch geschafft den einen Motor wieder flott zu kriegen udn weiter ging es. So schnell wie das Unwetter aufgezogen war, so schnell war es gluecklicherweise auch wieder verschwunden. Doch der Himmel blieb trotzdem bewoelkt. Diesem Umstand ist es sicherlich zu verdanken das man sich keinen Sonnenbrand holen konnte waehrend des dreistuendigen Aufenthaltes auf einer Wunderschoenen Insel inklusive Mittagessen mit gegrillten Fisch. Die Zeit dort konnte man sich ansonsten mit ausruhen, Vollezball spielen oder Wandern ueber die Insel vertreiben. Einige wollten spontan auch gleich in dem dortigen "Hotel" (drei Holzhuetten am Strand) bleiben. Irgenwann ging es dann auch weiter zu einer anderen Insel. Da die Besatzung zwischenzeitlich den anderen Motor "repariert" hatte, lief dieser nun immer fuer eine Minute am Stueck, bevor er neu gestartet werden musste, doch wir kamen ja trotzdem vorwaerts. Endlich angekommen an der naechsten Insel hatte wir Gelegenheit uns dfie Unterwasserwelt hier beim Schnorchel anzuschauen. Eigentlich ist diese auch ganz Sehenswert, mit vielen Fischen udn Korallen und so weiter, doch durch den staendigen Wind und die Wellen war die Sicht so schlecht, das man alles nur schemenhaft erkennen konnte. Aber was solls, es war trotzdem interessant. Anschliessend ging es dan zurueck nach Sihanoukville, wo unser Hotel ist. Trotz aller Strapazen udn Aufregungen war es aber doch ein ganz angenehmer Ausflug.

Zurueck im Hotel konnte ich feststellen das es Friedemann nach einem Tag Diaet wieder besser ging. So sind wir dann losgezogen um uns am Strand ein leckeres Barbeque mit Seafood und anderen Leckereien zu goennen. Leider sind wir davon nicht wirklich satt geworden, da der franzoesische Inhaber der Meinung war, das weniger mehr ist (bneim Preis natuerlich umgekehrt). Also mussten wir uns anschliessend in einem anderen Restaurant noch jeder ne gegrillte Riesengarnele fuer sage udn schreibe einen Dollar holen. Das Leben kann schon hart sein.

Morgen werden wir dann Kamboscha verlassen und an der Kueste hoch nach Thailand ziehen. Wir werden uns dann wohl in einen Guesthouse auf der Insel Koh Chang einquartieren das usn von diversen anderen Rucksackreisenden waermstens empfohlen worden ist.

Freitag, 25. November 2005

Endlich am Meer

Heute ging es nun endlich mal ans Meer um einfach mal die Beine hochzulegen und den Rest vom Urlaub zu geniessen. Ich denke ist jetzt auch genau das richtige was wir brauchen so zum Ende unserer Reise hin nochmal richtig ausspannen, bevor es dann wieder zurueck ins kalte Deutschland geht.

Die Fahrt hier an die Kueste von Kamboscha dauert ungefaehr 4 Stunden von Phnom Penh und laesst sich ausnahmsweise mal auf einer vernuenftig ausgebauten Landstrasse zuruecklegen. Damit war das auch schnell erledigt udn insgesamt sehr angenehm.

Unser Guesthouse hier liegt auf einem Huegel mit einem wunderbaren Blick auf den allabendlichen Sonnenuntergang. Der Strand ist zwar schmal bei Flut, aber zum hinlegen reicht es alle mal. Auch das Wasser hier laesst keine Wuensche offen. Komischerweise muss man hier nicht einmal was fuer die Liegen am Strand inklusive Handtuch zahlen wenn man sich nur einfach an der zugehoerigen Strand einen Drink holt, also auch sehr angenehm. Insgeamt ist der Stran hier sehr ruhig, liegt wohl auch daran das hier nur Packpacker in der Gegend sind, die einfach ausspannen wollen. Das Leben und die Touris sind an anderen Straenden in der Naehe wo man dann auch alle Annehmlichkeiten des Stranlebens haben kann. Doch eigentlich brauchen wir das im Moment nicht wirklich udn sind ganz froh es so ruhig zu haben.

Morgen werden wir dann mal zu den vorgelagerten Inseln rausfahren zum Schnorchel und einfach auf der faulen Haut liegen.

Und Phnom Penh zum letzten

Man kann schon sagen das es einfach mal angenehm ist nach der Tour die wir bisher gemacht haben, einfach mal nen Tag etwas ruhiger angehen zu lassen und das Leben zu geniessen. Unser Hotel wardurch die Lage am Ende einer Sackgasse auf jeden Fall ruhig und sehr angenehm und somit der ideale Rueckzugsort. Wenn man dann Abends noch Leute treffen wollte um Erfahrungen auszutauschen, oder auch einfach ueber alle moeglichen Dinge zu quatschen kann man in die anderen Hotels gehen, sich auf deren Terassen den Sonnenuntergang anschauen und mit allen moeglichen Leuten ueber Gott und die Welt reden.

Trotzdem haben wir dann den Tag genutzt uns noch die Orte der Stadt anzuschauen die wir beim letzten Mal nich sehen konnten. Dazu gehoert auch das Toul Sleng Museum, was sicherlich nicht unbedingt jedermans Sache ist. Doch irgendwie gehoert es auch mit zur Geschichte dieses Landes und sollte daher auch besichtigt werden um zu verstehen was waehrend des Pol Pot Regimes hier mit der Bevoelkerung gemacht wurde. Makabererweise ist das Gefaengnis damals mitten in der Stadt in einer ehemaligen Schule eingerichtet worden. Es diente vorallendingen dazu Leute zu foltern und letztendlich zu toeten, wenn man der Meinung war sie wuerden die Roten Khmer nicht unterstuetzten. Dazu reichte es oft schon das man hoeher gebildet war und zum Beispiel franzoesisch sprechen konnte oder auch einfach nur weil man eine Brille getragen hat. Das Bild einer Schule ist auf dem Gelaende allgegenwaertig, da man damals selbst die Spiel und Turngeraete auf dem Schulfhof hat stehen lassen. In die Klassenraeume wurden Zellen reingebaut die nicht groesser als 1,5Quadratmeter sind. Ist schon wirklich gruselig dort zu sein wo mehr als 10000 Menschen umgebracht worden sind und zu wissen das diese Verbrechen nicht gesuehnt worden sind.

Anschliessend mussten wir das ganze erst mal verdauen was wir dort gesehen haben und uns nen ruhigen Ort suchen. Doch dann ging es erst mal auf den sogenannten Russenmarkt. Auf jeden Fall ein Markt der angenehmeren Sorte, da einem keiner auf den Nerv geht das man unbedingt was kaufen soll. Ansonsten war das Angebot aber so wie auf fast allen Maerkten hier in Asien (Klamotten, CDs, Haushaltswaren und Lebensmittel), ausser das noch eine grosse Abteilung fuer Motorradersatzteile und ein kleiner Baumarkt mit auf dem Markt waren.

Am Mittag hab ich dann auch das Objektiv abgeholt und siehe da es funktionierte wieder einwandfrei. Er konnte mir zwar nicht sagen was es gewesen ist, aber was solls, also hat er seine 30$ bekommen und gut wars.

Danach ging es dann endlich zum Koenigspalast und der danebenstehenden Silberpagode. Beide Einrichtungen sind wirklich sehenswert und beeindrucken sowohl durch ihre Groesse, als auch durch den dargestellten Reichtum. Unzaehlige goldene udn silberne Budha-Statuen sind in den Gebaeuden ausgestellt. Selbst die Daecher des Koenigspalastes sind vergoldet. Alles in allem sehr beeindruckend.

Leider ist am Ende des Rundganges das gerade frisch reparierte Objektiv wieder kaputt gegangen und die Kamera aht die Arbeit damit verweigert. Also wieder zurueck zu dem Laden und den Haendler in eine Diskussion verwickelt. Er wollte unbedingt das Objektiv ein weiteres mal reparieren, was ich aber aufgrund unserer geplanten Abreise ablehen musste. Nach ca. 30 Minuten intensiver Verhandlungen haben wir uns dann darauf geeinigt das er mir 20$ zurueckgibt. Ich denke das ist schon fair, immerhin hat er ja auch Arbeit damit gehabt, auch wenn diese nicht von langem Erfolg gekroent war. Aber das ist eben Asien.

Den Abend haben wir dann ganz entspannt in einem der unzaehligen Hotels am See verbracht und mit diversen Leuten bei ein paar Bier Erfahrungen ausgetauscht und nen paar Runden Billiard gespielt.

Mittwoch, 23. November 2005

Zurueck nach Kamboscha

Nach dem wir eine weitere Nacht in einem Hotelzimmer in einer anderen Stadt und ohne Fenster verbracht haben, mussten wir auch wieer vor dem Morgengrauen gegen 5:45Uhr aufstehen. Das Fruehstueck war dem Hotelnetsprechend miserabel, aber was macht man nicht alles um sich die welt anzuschauen.
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Zunaechst ging es auf den Mekong. Doch leider nicht auf einem grossen Boot, sondern auf kleinen Nussschalen, in den lediglich zwei Leute Platz finden und eine Vietnamesin auf dem Heck steht und rudert. Zu allem Ueberfluss mussten wir auch noch zunaechst den ganzen Fluss einmal ueberqueren. Dabei schaukelte das Gefaerht schon ganz bedenklich, sodass und schon Angst und Bange wurde um uns und unsere Rucksaecke. Daber waeren die nassen Rucksaecke udn eine eventuell zerstoerte Kamera noch das kleinere Uebel gewesen, unserer Gesundheit waere das Wasser mit Sicherheit ueberhaupt nicht zutraeglich gewesen. Man durfte beim ein und aussteigen auch die Fuesse keinen Zentimeter ausserhalb der Mitte des Bootes setzen, geschweige denn beide gleichzeitig aufstehen. Aber was soll, also Augen zu und durch.

Das Leben und Arbeiten auf dem Fluss kann man so natuerlich ganz gemuetlich hautnah erfahren. Nach ein wenig mehr als zwei Stunden war das dann auch vorbei. Waehrenddessen konnten wir uns noch Fischzuchten in schwimmenden Haeusern auf dem Fluss anschauen. Anschliessend ging es wieder auf ein richtiges Boot udn ab in Richtung Grenze. Die Fahrt dorthin dauert ca. 3Stunden in einem relativ vernueftigen Boot. So blieb dann auch mal Zeit sich auszuspannen und in der Sonne liegend den Fluss zu geniessen. Die Passierung der Grneze stellte auch nicht wirklich ein Problem dar. Witzigerweise schaute sich der Grenzposten sehr intensiv meinen Ausweis an und nickte immerwieder das alles in Ordnung sei, dabei sah ich aber das er die ganze Zeit die Seite mit dem abgelaufenen Visum unserer ersten Einreise nach Kamboscha betrachtet hat. Das aktuelle Visum war auf einer ganz anderen Seite und diese hat er sich garnicht angeschaut.

Nach der Grneze ging es dann wieder auf ein Expressboot, allerding etwas groesser und laengst nicht so laut wie das letzte auf dem Weg nach Phnom Penh. Auch diese Fahrt war sehr entspannend fuer ca. 2Studen. Leider konnte man das von den anschliessenden 1,5Stunden Busfahrt nicht behaupten. Der Bus quietschte an allen Ecken und Enden und die Strasse mit ihren zahlreichen Schlagloechern tat ihr uebriges dazu. Doch irgendwann war auch das geschafft.

In Phnom Penh angekommen haben wir uns entschieden mal eine andere Gegend hier auszuprobieren. Durch Gespraeche mit anderen Reisenden hatte wir mitbekommen das es hier nen See mit diversen Guesthaeusern mitten in der Stadt gibt. Also Rucksaecke in ein TukTuk geworfen und los dorthin. Sehr positiv ueberrascht haben wir dann auch ein Zimmer direk am See auf eine Pfahlbau bekommen. Das Wasser plaetschert direkt unter den Bretterboden unseres Zimmers vor sich hin. Auch ansonsten ist es sehr idyllisch, diverse bequeme Sitzgruppen direkt am Wasser laden zum entspannen ein und lassen richtig Urlaubsstimmung aufkommen. Dazu zum Abendbrot nen leckeres Thaicurry und das Leben kann einfach schoen sein.

Morgen werden wir uns dann die restlichen Sachen hier in Phnom Penh anschauen, bevor es dann wirklich ans Meer geht.

Dienstag, 22. November 2005

Unterwegs im Mekongdelta

Wie ihr sicherlich gemerkt habt, hab ich gestern mal keinen Bericht geschrieben. Das lag einfach daran das ich anch dem anstrengenden Tag hier keine Lust mehr dazu hatte, sorry. Daher werd ich heute mal beide Tage zusammenfassen.

Gestern frueh ging es mit dem Bus in Richtung Mekongdelta von HCMC. Die Fahrt wart eigentlich ganz angenehm und die Gruppe auch nicht zu gross. Wir haben uns entschieden die Tour durch das Delta in einem Reisebuero zu buchen. Da brauchen wir uns um nichts weiter zu kuemmern, ausser einfach da zu sein. Ausserdem ist dann der Endpunkt der Tour glech Phnom Penh in Kambodscha. Nach ca. 3 Stunden Fahrt sind wir dann im Delta angekommen und konnten auch gleich mt nem kleinen Boot auf dem Mekong das Leben der Leute auf und am Fluss hautnah erleben. Ist schon erstaunlich wie sich die Leute hier mit ihrer Umgebung in Einklang befinden. Soweit das Auge reicht, kann man Reisfelder erkennen.

Irgediwe ist es schon komisch sich auf einmal wieder in einer Gruppe von Touris zu bewegen. Man wird auf einmal garnicht mehr angesprochen ob man ein TukTuk oder Moto haben wil um irgendwohin zu fahren. Oder wenn man die Strasse ueberqueren wil, noetigt einen der Guide solange zu warten bis die Strasse wirklich freim, damit man als Gruppe ruebergehen kann. Dabei waere man allein schon mehrmals hinundher gelaufen auf der Strasse. Aber was soll, dafuer bekommt man dann auch sicherlich die interessanten Plaetze gezeigt. Doch irgenwie hat man trotdem immer das Gefuehl das vieles einfach fuer die Touris arrangiert wird, damit sie das "typische" Flair erleben koennen. eigentlich koennen wir beide ganz gut darauf verzichten und freuen uns schon wieder auf eigene Faust unteregs zu sein.

Die verbringen wir in Cantho, einer Kleinstadt direkt am Mekong. Da die Stadt erst seit 1,5Jahren eine Stadt ist, erwartet uns dort bestimmt nicht wirklich was, wir werden sehen und uns ueberraschen lassen.

Das Hotel war eigentlich ganz in Ordnung, wenn man mal davon absieht das unser Zimmer kein Fenster hatte. Leider lag das Hotel auch direkt neben dem Busbahnhof der Stadt. Gegen 5Uhr frueh wurden wir von dort mit der Nationalhymne und den Nachrichten geweckt mit einer Lautstaerke das man im Bett gestanden hat. Danach folgten dann Nachrichten und Musik, sowie die Anweisungen fuer die Busfahrer welche Route sie heute fahren sollen. Ich weiss zwar immer noch nicht ob meine Interretation des Kraches richtig ist, aber auf jeden Falle hatte jeder im Umkreis von 500m um den Busbahnhof etwas davon.

Das Fruehstueck war hart and der Grenze des zumutbaren und musste dann durch zugekaufte Sachen von der Strasse noch vervollstaendigt werden. Ansonsten brachte der Tag weitere Einblicke in das Leben der Menschen hier, sowie in die Herstellungsmethoden diverser Lebensmittelprodukte (Reispapier, irgendwechle Bonbons und das mahlen von Reis). Anschliessend ging es von Cantho wieder ein ganzes Stueck in Richtung HCMC, nur um dann in einen anderen Bus umzusteigen und weiter 5Stunden in Richtung Chau Doc nahe der Grenze zu Kamboscha zu fahren. Einfach nervig war die Fahrerei, da wir in Cantho schon wesentlich dichter am Tagesziel waren als so und ausserdem nur ein Boot haetten besteigen muessen, was bei den hiesigen Strassenverhaeltnissen die definitiv bessere Variante ist. Doch irgendwann war auch das geschafft und unser Hotel in Chau Doc erreicht. Wir waren dann nur noch kurz was essen uns sind dann gleich ins Bett gefallen.

Das Hotel

Sonntag, 20. November 2005

Zu Fuss und auf dem Motorrad durch Chinatown

Gut ausgeschlafen, insofern man das sagen kann, wenn gegen 8Uhr zu dem ueblichen Strassenlaerm noch die Musik des Volksfestes an das Ohr dringt sind wir aufgestanden und nach nem ordentlichen Fruehstueck ging es los nach Chinatown von HCMC. Nicht das man sagen koenntet der chinesische Einfluss in dieser Stadt waere nicht ueberall gegeben, doch im Bezirk CHolon draengt sich das Gefuehl quasi auf in China zu sein. Alle Geschaefte sind in chinesisch Beschriftet und der Anteil an vietnamesischer Schrift ist deutlich in der Minderheit. obwohl heute Sonntag ist, sind alle Geschaefte geoeffnet. Einzig Banken und oeffentliche Institutionen kennen den Sonntag als Ruhetag. Ist echt super angenehm nie auf die Uhr oder auf das Datum schauen zu muessen, wenn man einkaufen gehen will. Die Maerkte in Chinatown unterscheiden sich aber auch nicht wesentlich von anderen Maerkten hier in Asien, Klamotten ueber Klamotten, gepaart mit dem was man so zum Leben braucht. Der Weg zu Fuss durch solche Gegenden wewaehrt schon ganz andere Eindruecke und Erlebnisse als wenn man lediglich mit nem Reisebus durchgekarrt wird, auch wenn man auf manche Gerueche und Ansichten gerne verzichten koennte, aber so ist nun mal das Leben hier.

Von Chinatown ging es auf dem Motorrad ins naechste interessante Viertel von HCMC. Die Fahrt auf einem Motorrad hier in der Stadt gleicht einer waren Achterbahnfahrt. Staendig denkt man gleich wird es krachen, oder das kann auf keinen Fall gutgehen. Doch just in dem Augenblick wo man denkt jetzt ist alles zu spaet, tut sich eine Luecke auf, in die der Fahrer reintaucht und schon geht die Fahrt weiter. Ampeln werden meist nur als Strassendekoration zur Kenntnis genommen, bzw. veranlassen den Fahrer die Geschwindigkeit ein wenig zu drosseln, um im querfliessenden Verkehr besser eine Luecke finden zu koennen. Doch trotz allem passiert relativ wenig und wir sind dann auch heil am Wiedervereinigungspalast von HCMC angekommen.

Eine Besichtigung des Palastes brachte uns interessante Einblicke in die Geschicht von Vietnam. Der Palast war vor der Vereinigung von Nord- und Suedvietnam naemlich der Sitz des Ministerpraesidenten von Suedvietnam udn hiess damals noch Unabhaengigkeitspalast. Wie sich die Zeiten doch aendern koennen. Zurueck zum Hotel ging es dann wieder zu Fuss durch einen schoenen grossen Park.

Nach ner Dusche und ein wenig ausruhen im Zimmer werden wir uns nun etwas zu essen suchen gehen. Anschliessend werden wir dann unsere Sache zusammenpacken. Morgen frueh geht es dann fuer drei Tage ins Mekongdelta. Mal schauen wie dort die Verbindung mit der Aussenwelt funktioniert. Falls es nicht klappen sollte, werden wir euch dann spaetestens am Mittwoch von Phnom Penh aus informieren ob alles in Ordnung ist bei uns.

Samstag, 19. November 2005

HCMC zu Fuss kennenlernen

Da es gestern doch etwas spaeter geworden ist, mussten wir uns heute erst einmal richtig ausschlafen. Die Entscheidung nen Bierchen trinken zu gehen war insofern ganz gut, alsdass an Schlafen soundso nicht zu denken gewesen waere. Unser Hotel iegt direkt neben der Gun's n Roses Bar mit entsprechender Musik die ganze Nacht lang. Da auch die Fenster unseres Zimmers derart undicht sind, kann man die Musikm aber auch die Strassengeraeusche deutlichst hoeren. Ungefaehr so als ob man direkt daneben steht. Also sind wir erst gegen 3Uhr raus aus der Bar und standen malwieder vor einem total verrammelten Hotel. Ein zugezogener Stahlzaun, sowie ein dahinterliegendes Rolltor aus Stahl verweigerten uns den Zugang. Gluecklicherweise war an der Seite des Zaunes eine Klingel angebracht. Nach ca. 5Minuten Sturm klingeln, oeffnete ein sehr verschlafen ausschauender Vietnamese. Er hatte offensichtlich direkt hinter dem Rolltor geschlafen. Fuer hn traf das oben beschriebene natuerlich unmittelbar zu. Er muss also wirklich nen sehr gesunden Schlaf gehabt haben.

Nach nem staerkenden Fruehstueck und einem weiteren Kaffee (der haette Tote auferwecken koennen) am Flussufer des SaigonRiver nahmen wir die Stadt zu Fuss in Angriff. Das Zentrum der Stadt ist im wesentlich gepraegt durch seine gemischte Architektur aus mehreren Jahrhunderten, immerhin haben sich hier Franzosen, Amerikaner und nun die Vietnamesen nach Herzenslust austoben koennen was die bauliche Vielfalt angeht. Da steht eine schoene Villa im Kolnialstil direkt neben einem Hochhaus aus Stahl und Glas, waehrend auf der anderen Seite eine halbverfallene Huette steht. Aber ansonsten ist die Stadt recht sauber, lediglich die Millionen von Mopeds machen das Ueberqueren von Strassen zu einem echten Geduldsspiel und Wagnis. Doch auch das laesst sich meistern. Auf de Suche nach einem neuen Objektiv fuer meine Kamera hab ich dann die Nerven von Friedemann stark beansprucht, da ich in bestimmt 40 Laeden drinne war und immer wieder nach dem gleichen gesucht habe, leider hatten die Laeden zwar diverse Objektive fuer meine Kamera, aber nicht das was ich haben wollte. So werde ich jetzt wohl nur hoffen koennen, das das kapputte Objektiv reparabel war wenn wir naechste Woche nach Phnom Penh zurueckkehren. Ich habe es dort bei eine Fotoshop gelassen, gegen die Zusicherung nur im Erfolgsfall etwas zahlen zu muessen. Na mal schauen was dabei herauskommt.

So nun wieder der uebliche Satz. Wir werden jetzt schoen was essen gehen und dann mal schauen was der Abend noch so bringt. Morgen wird nochmal ein Tag hier in HCMC sein, bevor es dann am Montag ins Mekongdelta geht.

Freitag, 18. November 2005

Weiter gen Osten

So nun heute war es endlich soweit, unsere Reise geht weiter Richtung Osten. Das bedeutet wir sind heute mit dem Bus von der Hauptstadt Kamboschas Phnom Penh in die Metropol im Sueden von Vietnam nach Ho Chi Minh Stadt (im folgenden HCMC) oder auch wie es frueher hiess Saigon gefahren.

Dazu mussten wir schon wieder zeitig aufstehen, dass heisst gegen 5:30Uhr klingelte der Wecker bzw. das Handy. Also Sachen zusammen gesucht schnell noch was gefruehstueckt im Restaurant um die Ecke und los gings gegen 7Uhr. Zunaechst sorgte die Buswahl des Veranstalters fuer einige Verwirrung den fuer die 30 Leute die die Fahrt antreten wollten, stand nur ein kleiner Bus mit ca. 20 Plaetzen zur Verfuegung. Kurzerhand wurde noch ein Minibus organisiert der die restlichen Leute aufnehmen sollte. Doch angesichts der vielen Rucksaecke sah man dann doch ein das eion grosser Bus wohl besser geeignet ist fuer die fast 5-stuendige Fahrt bis zur Grenze. Also alle nochmal raus aus den beiden Bussen und in den einen umgestiegen. War auch ne ganz vernuenftige Entscheidung, viel Beinfreiheit, ne ordentliche Klimaanlage und auch ansonsten ein ganz annehmbarer Zustand des Busses erwartete uns. Dann ging s los. Der Zustand der Strasse auf den ersten 40km liess uns schon wieder schlimmes ahnen, Schlagloch an Schlagloch auf einer ansonsten Asphaltierten Strasse. Das ging so bis zur Faehre ueber den Mekong. Nach ner Stunde anstehen, aufgrund des grossen Andranges ging es dann endlich ueber den Fluss rueber. Erstaunlicherweise erwartete uns auf der anderen Seite des Flusses eine gut ausgebaute vierspurige Strasse ohne Schlagloecher. Diese Strasse ging so bis zur Grenze und darueber hinaus auch auf der Vietnamesischen Seite weiter bis HCMC.

An der Grenze mussten dann alle aussteigen, ihre Sachen aus dem Bus nehmen und die Grenze zu Fuss passieren. Der vietnamesische Bus der uns auf der anderen Seite der Grenze aufnehmen sollte war natuerlich noch nicht da, doch nach 30Minuten warten in der Hitze kam auch dieser. Zwar nicht ganz so komfortabel wie der erste Bus war er aber doch auch noch annehmbar. Nach insgesamt 8 Stunden Fahrt haben wir dann HCMC erreicht. Mit seinen 5,5Mio. Einwohnern ist diese Stadt nun wirklich nicht gerade klein zu nennen. Das Gewirr und Gewimmel auf den Strassen beeindruckt schon beim blossen hinschauen.

Die Endstation der Fahrt ist in einem Viertel von HCMC das fuer das Absteigen von Packpackern bekannt ist. Also stellte es nicht wirklich ein Problem dar, in einem der zahllosen Hotels und Guesthaeusern eine vernuenftige Bleibe fuer die naechstne Tage zu finden. Ein Zimmer im 5. Stock eines schoenen Hotels mit Blick auf einen Park haben wir dann letztendlich fuer 13$ die Nacht, inkl. Fruehstueck bekommen.

So nun werden wir uns mal was zum Abendbrot suchen und dann noch ne gemuetliche Bar fuer ein paar Bierchen. Morgen gehts dann los die Stadt hier zu erkunden.

Donnerstag, 17. November 2005

Ausruhen

Nachdem wir unseren gestrigen Bericht hier hinterlassen haben, haben wir uns wieder in ds Getuemel das allabendlich am Ufer des Flusses hier gestuerzt. Dem Treiben einfach nur zuschauen ist schon ganz amuesant, zumal man auf dieser Art von Fest als Auslaender nur nebenbei zur Kenntnis genommen wird. Bemerkenswert ist wie friedlich es hier zugeht, keine Poebeleien oder unfreundliche Worte, sondern jeder ist nett und freundlich. So wird zum Beispiel auch einfach nur gelaechelt wenn man mal jemanden in dem Gewuehl anrempelt. Das ist schon ganz angenehm und in Deutschland koennte man sich davon mal ne Scheibe abschneiden, bzw. die Dinge einfach genauso locker nehmen.

Das Abendbrot gestern haben wir im ersten Stock auf einem Balkon ueber der Uferpromenade eingenommen. Von dort konnte man dem Treiben der Massen auf der Promenade am besten zuschauen. Phnom-Penh-Wasserfest-035 Phnom-Penh-Massage-nach-dem-Essen-002Das Essen war wirklich vorzueglich, aber dafuer auch nicht ganz billig, doch im Anschluss daran wurde man von den Kellnern mit einer kostenlosen Massage verwoehnt. War echt sehr angenehm.

Heute morgen bin ich dann von einem sehr lauten Rauschen wachgeworden. Ein Blick auf die Uhr sagte mir das es gerade mal 6Uhr war, doch an Schlafen war einfach nicht mehr zu denken. Ein Blick aus dem Fenster unseres Zimmers sagte mir garnichts, da ich einfach nur auf eine Feuertreppe und die gegenueberliegende Hauswand in ca. 1m Abstand schauen konnte. Also raus aus dem Zimmer und mal durch ein Fenster auf die Strasse geschaut. Die Strasse war fast nicht zu erkennen so stark war der Regen der gerade niederging. Aber nach einer halben Stunde war das dan auch wieder vorbei und wir konnten noch schoen weiterschlafen, dass heisst Friedemann hat die ganze Zeit geschlafen und mit seinem Schnarchen sicherlich den halben kambodschanischen Regenwald abgeholzt.

Da hier in der Stadt soundso nicht viel los ist ausser das Wasserfest, haben wir beschlossen mal nen ruhigen Tag einzulegen und etwas auszuspannen. Trotzdem sind wir zunaechst mal in den Norden des Stadtzentrums gefahren um uns den Tempel Wat Phnom anzuschauen. Phnom-Penh-Wat-Phnom-009Der Tempel liegt auf einer Erhebung (27m) was hier im weiten Umkreis schon wirklich hoch ist. Aber viele Baeume versperren die Sciht auf das ansonsten recht schoene franzoesische Viertel der Stadt mit seinen alten Kolonialbauten. Der Tempel selber ist dicht umlagert von Bettlern, sodass man echt arm werden koennte wenn man jedem was geben wollte. Auch auf seine persoenlichen Sachen sollte man dort Acht geben, denn in dichten Gedraenge sollen auch diverse Langfinger zugange sein. Zum Glueck ist uns aber nichts weiter passiert. Am Fusse des Huegels ist ein Museum, das die Entwaffnung der Kamboschaner nach Beendigung des Krieges dokumentiert. Phnom-Penh-Wat-Phnom-007Zahlreiche Skulpturen aus alten Waffen zeugen davon.

Anschliessend ging es von dort zum Fluss, quer durch das franzoesische Viertel. Leider liegt der Glanz der Gegend schon einige Jahre zurueck, heute dominieren kaputte Strassen udn jede Menge Muell das Bild. Doch an einigen Ecken kann man den Glanz der vergangenen Zeit noch nachempfinden, zum Beispiel das Hauptpostamt Phnom-Penh-Eindruecke-von-der-Strasse-026ist schoen restauriert und erstrahlt im alten Glanz. Nach einem Kaffee direkt an der Uferpromenade und einer ausgiebigen Lektuere der Reisefuehrer fuer die naechsten Tage ging es erst mal zurueck in Richtung Hotel. Auf dem Weg dorthin haben wir dann noch Halt in einem Internetcafe gemacht. Die Verbindung dort war so gut, das ich erstmal fast 2 Stunden mit Skype mit allen moeglichen Leute quatschen konnte. War auch mal sehr angenehm eure Stimmen zu hoeren. Gnz besonders Liebe Gruesse gehen natuerlich an Phillip. Wonni gib ihm mal bitte nen dicken Knutsch von mir und knuddel ihn ganz dolle.

Den Nachmittag haben wir dann bei weiteren Kaffee und weiteren Lektueren unserer Reisefuehren rumgebracht. Nun werden wir uns ne guenstige Gelegenheit suchen wsa zum Abendbrot zu bekommen, wahrscheinlich bei einem der vielen Strassenstaende die Abends ihre Staende aufbauen und direkt auf der Strasse kochen.

Fuer morgen Frueh haben wir uns schon Fahrkarten fuer den Bus nach HCMC (Saigon ind Vietnam) gekauft. Leider geht der Bus auch schon wieder 6:45Uhr los, also acuh wieder zeitig aufstehen. Daher wird es fuer uns wohl nicht sehr spaet heute werden. Morgen werden wir euch dann hoffentlich aus HCMC berichten koennen.

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