Mittwoch, 16. November 2005

Phnom Penh zu Fuss kennenlernen

Nachdem wir heute ausgeschlafen hatten, beschlossen wir einen ruhigen Tag hier in der Stadt zu verbringen und uns nur die wichtigten lokalen Sehenswuerdigkeiten zu Fuss zu erlaufen. Gesagt getan, wir also losgelaufen in Richtung des Flusses, da wir kein Verkehrsmittel (es gibt eh nur Motos und TukTuks) nehmen wollten, sind wir wieder bis zum Fluss runter gelaufen. Dabei kommt man natuerlich auch an den Orten vorbei die man als Touri nicht so gerne sehen will, neben allerlei Muell und Unrat auf der Strasse ist es schon sehr anstrengend staendig auf der Strasse laufen zu muessen, da die Gehwege so von Autos zugeparkt oder fuer irgendwelche andere Aktivitaeten gesperrt sind. Auf der Strasse laufen heisst dann staendig zur Seite springen zu muessen wenn mal wieder ein Motorradfahrer direkt auf einen zugerast kommt. Ebenso an Kreuzungen sind Ampeln und Polizisten nur Atrappen fuer den fliessenden Verkehr, jeder faert einfach wie er will.

Irgendwann sind wir dann aber doch am Ufer des Mekong und Tonle Sap angekommen und haben ein ordnetliches Fruehstueck zu uns genommen. Anschliessend sind wir zur Silberpagode und Koenigspalast gelaufen. Phnom-Penh-Eindruecke-von-der-Strasse-017Dort angekommen mussten wir feststellen das beides geschlossen war. Ein kurzer Blick in den Reisefuehrer sagte uns das nun wohl Mittagspause sein musste. Wir also weitergelaufen und beschlossen spaeter nochmal wieder zu kommen. Also ging es von dort zunaechst zum Unabhaengigkeitsdenkmal im Sueden des Zentrums. Dort angekommen konnten wir feststellen das es zwar ganz schoen aussieht udn sicherlich auch eine Bedeutung fuer die Kamboschaner hat, aber weiter gibt es dort eben auch nicht zu sehen. Da Friedemann mal nen paar Shirts und ne Hose brauchte sind wir dann mit nem TukTuk zum Markt gefahren. Der Zentralmarkt hier in Phnom Penh erinnert mit seinem Gebaeude eher an einen tuerkischen Basar als an einen asiatischen Markt. Drinnen konnte man aber trotzdem ganz gut einkaufen, wenn man mal davon absieht das alle Produkte, egal ob Textilien, Spielzeug oder Lebensmittel (auch Fleisch und Fisch) ohne Kuehlung, in einer Halle verkauft werden. Also schnell nen paar Shirts und ne Hose gekauft und wieder raus. Dann ging es wieder zu Fuss zum 2km entfernten Palast. Dort angekommen mussten wir wiederrum feststellen das alles geschlossen war. Nicht das es da irgenwo gestanden haette, aber aufgrund des Wasserfestes hat der Palast fuer 4 Tage geschlossen. Schade eigentlich. Da wir nun genug durchgeschwitzt waren beschlossen wir zurueck zum Hotel zu gehen und erst mal ne Dusche zu nehmen und ein Nickerchen zu machen. Auf dem Rueckweg trafen wir noch ein paar Leute vom Boot gestern und haben uns spontan mit denen zum Abendbrot verabredet. Wird bestimmt ganz lustig und interessant mal die Erfahrungen mit anderen Gleichgesinnten teilen zu koennen. Gestern auf dem Boot ging das leider schlecht, da der LaPhnom-Penh-Eindruecke-von-der-Strasse-011erm dort eine Unterhaltung unmoeglich gemacht hat.

Morgen werden wir uns dann wohl erst mal informieren was ueberhaupt offen hat, um nicht wieder so eine Pleite wie heute zu erleben. Ebenfalls werden wir uns morgen mal um unsere Weiterreise nach HCMC (frueher Saigon in Vietnam) kuemmern. Sollte aber nicht ein Problem sein, da die Ticket fuer den Bus oder das Boot ueberall zu haben sind. Wir werden es euch dann berichten.

Dienstag, 15. November 2005

Eine Bootsfahrt die ist Lustig

Da wir heute schon wieder vor Sonnenaufgang aufstehen mussten um unser Transportmittel fuer diesen Tag zu erreichen, draengt sich der Verdacht auf die wollen uns einfach nur aergern und fahren deshalb immer schon so zeitig los. Also sind wir heute gegen 4:45Uhr aufgestanden und wurden gegen 5:45Uhr mit einem Pickup am Hotel abgeholt. Die Fahrt ging allerdings nicht direkt zum Hafen sondern erst noch zu diversen anderen Hotels um weitere Passagiere aufzunehmen, da einige offensichtlich Verschlafen hatten, bzw, sich instaendig weigerten auf den erst mit 11 Leuten besetzten Pickup zu steigen, dauerte alles etwas laenger. Letztendlich sind wir dann kurz vor Abfahrt des Bootes am Hafen angekommen und hatten gerade noch Zeit uns ne Kleinigkeit zu Essen zu kaufen bevor es auf das Boot ging. Das mit dem "auf das Boot" war woertlich zu nehmen, denn die Passagierkabine fuer 120 Leute war bereits voll. Siam-Reap-Phnom-Penh-010Siam-Reap-Phnom-Penh-032Die Kabine war zwar klimatisiert aber die Sitze dort verspruehten den Charme der Holzklasse den alten Bahnen, gepaart mit dem Sitzabstand der Lufthansa auf Inlandsfluegen. Somit blieb uns nichts anderes uebrig als auf dem Dach des Bootes Platz zu nehmen wie die anderen 80 Leute die da auch noch waren. Das gestaltete sich garnicht so einfach, da das Dach gewoelbt war und lediglich eine 15cm hohe Reling Schutz gegen das herunterfallen bildete. Daran haben wir dann erstmal unsere kleinen Rucksaecke befestigt, die grossen waren auf dem Heck, direkt im Abgasstrom der Dieselmotoren untergebracht. Zum Glueck lagen unsere Rucksaecke nicht ganz oben, sodass wir nun nicht als wandelnde Zapfsaeulen umherlaufen muessen. Die Fahrt selber war ganz schoen anstrengend. Zum einen war da der Hoehlenlaerm der Schiffsdiesel und zum anderen dauerte das ganze auch sechs Stunden. Waehrend dieser Zeit sassen wir zwar an der frischen Luft und hatte ne schoene Brise um die Ohren, doch auch die Sonne brannte unbarmherzig hernieder. Doch irgendwann waren auch diese 230km auf dem Wasser geschafft und wir legten in Phnom Penh an.

Der Weg vorbei an zig Schleppern und Taxifahrern bis zur Strasse war garnicht so einfach. Das mag zum einen daran gelegen haben, das man nen grossen Rucksack auf dem Ruecken hatte, das man ueber schmale Stege balancieren musste, aber zum anderen sicher auch an den nervigen Schleppern und Taxifahrern die einen ueberall hinbringen wollen. Endlich an der Strasse angekommen haben wir uns einfach ein TukTuk genommen und sind in die Stadt zu dem Guesthouse gefahren wo wir hin wollten. Leider war dort kein Zimmer mehr mit Klimanlage zu bekommen, also Rucksack wieder aufgeschnallt und die Strasse weitergelaufen. Im vierten Haus hatten wir dann endlich Glueck und haben fuer 10$ ein sehr ordentliches Zimmer (es sogar sauber) bekommen.

Nach ner schoenen Dusche und nem kurzen Nickerchen ging es dann zu Fuss durch die Stadt runter an den Fluss. Irgendwie wurden die Menschenmengen in Richtung Fluss immer mehr. Als wir dann dort ankamen, landeten wir auf einem fast vier Kilometer langen Jahrmarkt entlang der Uferpromenade. Auf dem Fluss fanden Drachenbootrennen (20-25m lange Kajaks mit mehr als 40 Mann Besatzung) statt. Die Startnummern der Boote reichte bis weit ueber 400 und alle Boote fuhren immer Paarweise gegeneinander. Das gesamt Flussufer war von Kamboschanern bevoelkert, die ihren Riesenspass daran hatten. Der grund fuer dieses viertaegige Fest ist die Umkehr der Fleissrichtung des Wassers aus dem See Tonle Sap heraus, zurueck in den Mekong. Das Fest nennt sich daher auch Wasserfest. und dauert ncoh bis Freitag. Das haben wir also ganz gut abgepasst.

Nach nem schoenen Abendbrot mit gemischter Kueche (Khmer und Chinesisch) werden wir nun wohl in Bett gehen, da der Tag doch ganz schoen anstrengend war. Morgen werden wir uns die Sehenswuerdigkeiten dieser Stadt anschauen und euch dann natuerlich davon wieder berichten.

Montag, 14. November 2005

Und noch mehr Tempel

Nachdem wir euch gestern die Zeilen geschrieben hatten, wollten wir zurueck in unser Zimmer gehen. Doch leider haben unsers Gasthauseltern wohl gedacht da waeren wir schon und hatten somit ihgr gesamtes Grundstueck hermetisch gegen aussenstehende Abgeriegelt. Das stellte uns nun vor die Aufgabe jemanden dazu zu bewegen un sdoch noch einzulassen. Dies ist in einem Land ohne Tuerklingeln ganz schoen schwierig. Gerade als ich mich ueber die Spitze des Zaunes schwingen wollte, wurden wir aber doch erhoert und unter vielmaligen Entschuldigen eingelassen. Aber was Gutes hatte die Sache doch, wir konnten der Tochter unser Gasthauseltern mit Fieberstillenden Tabletten weiterhelfen.

Wie gestern angekuendigt sind wir heute noch weit vor Sonnenaufgang, um genau zu sein um 4:30Uhr aufgestanden und haben uns von einem TukTuk zum Tempel von Angkor Wat bringen lassen. Siam-Reap-Angkor-Wat-Sunrise-086Irgendwie hatten noch ein paar mehr Leute die gleiche Idee, sodass es doch zu einem ganz schoenen Gedraenge dort gekommen ist. Aber irgendwie ging es dann doch und wir konnten einen wunderschoenen Sonnenaufgang vor der sagenhaften Silhouette von Angkor Wat erleben. Anschliessend ging es von dort aus ins ca. 35km entfernte Banthei Shrei um den dortigen Tempel mit seinen feinen Ornamenten und in Sandstein gemeiselten Figuren und Geschichten anzuschauen. Siam-Reap-Banthei-Srei-017Anschliessend wollten wir dann noch ein paar Kilometer weiter um uns noch in einem Flussbett gemeiselte Figuren anzuschauen, doch unser Fahrer sah auf einmal nur noch Dollars rollen und verlangte glecih 5$ Aufschlag auf den Tagespreis von 15$ damit er dorthin faehrt. Da ich das nicht wirklich einsehen wollte, immerhin hatten wir ja schon 7$ mehr vereinbart als gestern fuer die kurze Tour und der Fahrer auch nicht bereit war auch nur einen Dollar nachzugeben, haben wir dann beschlossen wieder zurueck zu den anderen Tempeln in der Naehe von Angkor Wat zu fahren. Auch diese Tempel sind wirklich beeindruckend schoen. Doch nach fast drei Tagen Tempel anschauen, hatten wir dann irgenwann auch die Nase voll davon und haben den Ausflug dann nach insgesamt bestimmt 20 verschiedenen Tempeln beendet.

Zurueck in Siam Reap haben wir noch ne Kleinigkeit zu Mittag gegessen und nun werden wir uns erst mal ne Runde aufs Ohr legen. Wir sind ja auch sehr zeitig aufgestanden.

Morgen frueh geht es dann gegen 7:00Uhr mit nem Expressboot nach Phnom Pen. Das heisst also auch wieder zeitig aufstehen. Daher werden wir wohl heute Abend auch mal zeitig ins Bett verschwinden. Morgen hoffen wir dann aus der Hauptstadt von Kamboscha euch ein paar Gruesse udn Eindruecke senden zu koennen.

Sonntag, 13. November 2005

Von Tempeln und schwimmenden Doerfern

Nach dem ausschlafen bis 10 Uhr in unserem angenehm kuehlen Zimmer (die Investition von 3$ war es wirklich wert) haben wir usn ein schoenes Fruehstueck im Restaurant auf der gegenueberliegenden Strassenseite gegeoennt. War wirklich voll lecker, Omlett mit Tomate und Schinken und dazu nen Kaffee und frischen Baguettebrot.

Anschliessend ging es los mit einem TukTuk zu den ca. 12km entfernten Tempeln von Rolous. Diese Tempel waren zwar laengst nicht so beeindruckend wie die gestrigen aber doch auf jeden Fall einen Besuch Wert. Schon allein daher weil sie irgendwan aus dem 9.Jh. stammen sollen und dementsprechend weit verfallen sind. Aber trotzdem kann man die beeindruckende Groesse dieser Anlagen von damals noch gtu nachvollziehen.

Danach ging es mit dem TukTuk weiter zum Tonle Sap, dem groessten Suesswassersee Suedostasiens. Jetzt zum Ende der Regenzeit hat der See seine maximale GRoesse erreicht und hat sich an vielen Stellen bis zu 5km ins Landesinnere ausgebreitet. Das Ergebnis ist eine beeindruckende Ueberflutete Landschaft, die nach dem ablaufen des Wassers einen sehr nahrstoffreichen Schlamm hinterlaesst, auf dem dann Reis angebaut werden kann. Heute allerdings sind wir mit dem Boot durch diese Landschaft gefahren udn haben gesehen wie die Menschen auf dem Wasser hier leben. Es ist schon beeindruckend zu sehen wie Menschen auf Booten wohnen, auf die wir niemals einen Fuss setzen wuerden aus Angst sie koennten untergehen. Nach sorgfaeltiger Betrachtung mussten wir feststellen das es moeglich ist dort zu leben ohne an Land gehen zu muessen. Selbst die Kirche wurde auf ein Boot verlegt, ebenso wie alle Verkaufststaende fuer Artikel des taeglichen Bedarfs und die Restaurants. Nach erreichen des offenen Sees, fragte uns unser Bootsfuehrer ob wir baden wollten. Da das Wasser an dieser Stelle deutlich sauberer war als in der Gegend der schwimmenden Doerfer, nahm ich diese Einladung dankend an und konnte ein wenig im See schwimmen gehen. Mal abgesehen davon das das Wasser auch fast 30 Grad warm war, war es doch ganz angenehm und erfrischend.

Zurueck an Land ging es gleich am Ufer des Sees auf einen Huegel (ca. 140m hoch) um von dort oben den Sonnenuntergang zu geniessen. Auf der Spitze des Huegels befand sich ein kleines Kloster das rings um einen alten Tempel errichtet worden war. Die Aussicht von dort oben auf das ueberflutete Land udn den bevorstehenden Sonnenuntergang war einfach Siam-Reap-Tonle-Sap-031atemberaubend. Das spiegeln der untergehenden Sonne in den Wasserflaechen des Sees und den ueberfluteten Reisfelder war einfach unbeschreiblich.

Nach dem Abstieg vom Huegel ging es zurueck nach Siam Reap um erst mal ne Dusche zu nehmen udn anschliessend ein schoenes Restaurant zum Abendessen zu finden. Schliesslich sind wir auch fuendig geworden und haben es uns schmecken lassen. Nebenbei haben wir noch ein wenig Billiard gespielt mit den Einheimischen.

So nun werden wir aber mal schnell ins Bettchen verschwinden, denn morgen wird es bestimmt sehr anstrengend. Wir haben usn gegen 5Uhr frueh mit unserem TukTuk-Fahrer verabredet, auf das er uns puenktlich zum Sonnenaufgang nach Angkor Wat bringt. Na mal schauen ob wir das schaffen. Wir werden es euch berichten.

Samstag, 12. November 2005

Tempel ueber Tempel

Irgendwie war das wohl doch keine so gute Idee nen Zimmer ohne Klimaanlage zu nehmen, auf jeden Fall sind wir heute Nacht gegen 1 Uhr schweissgebadet beide aufgewacht und mussten erst mal zusehen wie wir wenigstens ein wenig frische Luft in unser Zimmer bekommen. Der Fan an der Decke allein hat ja auch nur die ueber 30 Grad warme Luft rumgewirbelt. Also Tuer und Fenster auf um Durchzug zu schaffen. Irgendwie ging es dann auch und wir konnten bis 7:30 Uhr durchschlafen. Als wir aufstanden kam gleich unsere Gasthausmutti zu uns und fragte ob sie uns gegen einen kleinen Aufpreis von 3$ die Klimaanlage freischalten sollte. Nach kurzer Verstaendigung zwischen uns beiden mit einem Kopfnicken haben wir das Angebot angenommen. Mal schauen ob es damit heute Nacht ertraeglicher wird.

Das hielt uns aber natuerlich nicht davon ab, die Tempelanlagen von Angkor zu besichtigen. Standesgemaess haben wir uns dafuer jeder ein Fahrrad (Damenraeder ungefaehr zwei Nummern zu klein fuer uns) gemietet und los ging es. Die Tempelanlagen von Angkor umfassen eine Flaeche von ca. 300 Quadratkilometern, also war uns schon vorher klar das wir laengst nicht alle besichtigen werden koennen und schon garnicht alle an einem Tag. Also beschlossen wir fuer heute erst einmal die naechstgelegensten Tempel in Augenschein zu nehmen. Alles in allem hiess das dann aber doch ca. 25km auf diesen Fahrraedern bei ca.35 Grad im Schatten zurueckzulegen. Eine mehr als anstrengende Angelegenheit die uns beide viel Kraft und Schweiss gekostet hat. Die Tempelanlagen selber sind einfach atemberaubend und jede einzelne ist es Wert hierher zu fahren um sie zu besichtigen. Siam-Reap-Angor-Wat-103Das erhabene Angkor Wat, das in seiner Groesse und Vielfalt beindruckende Siam-Reap-Angor-Thom-004Angkor Thom und natuerlich auch der Dschungeltempel Ta Prohm Siam-Reap-TaProhm-032sind auf jeden Fall den Besuch hier Wert. Als kroenenden Abschluss des Tages haben wir uns dann noch den Sonnenuntergang in Angkor Wat angeschaut. Da wir den Tempel schon am Vormittag besichtigt hatten und auch keine Lust verspuehrten uns mit den tausenden Menschen innerhalb des Tempels zu Siam-Reap-Angkor-Wat-Sunset-005draengen sind wir draussen geblieben und haben den Sonnenuntergang von der Westseite des Tempels (hier ist auch der einzige Zugang zu der Anlage) beobachtet.

Die andauernden Anfragen von diversen Haendlern ob wir deren Getraenke, Buecher oder Essen kaufen wollen haben wir kommentarlos ueber uns ergehen lassen, wobei die Kamboschaner auch nicht wirklich anhaenglich sind und etwas um jeden Preis los werden wollen, meist reicht ein einfaches NO, oder die Angabe eines Preises fuer die Sache die sehr weit unter dem liegt was sie haben wollen, schon ziehen sie wieder von dannen. Da ich es nicht wirklich leiden kann, wenn man einen Ort betritt und gleich von 3 bis 5 Marktschreiern umgeben ist die ihre Ware anpreisen, hab ich mir dann immer den Haendler gesucht der nur still in der Ecke sass und geduldig auf Kundschaft wartete. Das war immer angenehmer als mit den Schreihaelsen zu diskutieren. Ausserdem hat derjenige Haendler sich dann immer besonders gefreut und war dementsprechend zuvorkommend.

Nach nem leckeren Abendbrot werden wir uns nun der wohlverdienten Nachtruhe hingeben. Hoffentlich ist unser Zimmer dann auch angenehm kuehl. Uebrigens auch die Kamboschanische Kueche kann sich sehen lassen und hat unseren Geschmack bisher immer wieder ganz gut getroffen.

Morgen wird es dann wieder losgehen mit Tempel besichtigen, allerdings dann wohl mit einem TukTuk. Ansonsten sind die Tempel einfach zu weit entfernt um sie bei dieser Hitze zu erreichen. Vielleicht werden wir uns dann Uebermorgen nochmal nen Rad ausleihen um den Sonnenaufgang in einem der Tempel geniessen zu koennen. Aber davon Morgen und Spaeter mehr.

Wie ihr sicherlich schon gemerkt habt, fehlen im Moment die Bilder zu den Texten. Leider ist es bei den hiesigen Geschwindigkeiten im Netz nmicht moeglich die Bilder hochzuladen, ohne dabei studenlang fuer ein Bild im Internet zu sein. Das macht erstens keinen Spass und zum anderen ist es ja auch nicht Sinn und Zweck unseres Urlaubes. Also werdet ihr euch noch ein wenig gedulden muessen bis die Leitungen wieder besser werden, bzw. wir wieder daheim sind. Aber sobald es geht werden die Bidler nachgetragen.

Freitag, 11. November 2005

Der beschwerliche Weg nach Siam Reap

So heute sollte es nun soweit sein, das wir die Grenze nach Kambodscha passieren. Nach einer etwas unruhigen Nacht, ich weiss nicht ob es an dem Fernseher aus dem Nachbarzimmer, der Eisenbahnlinie oder Friedemann's schnarchen lag sind wir gegen 8:30Uhr im Hotel Richtung Grenze aufgebrochen. Aber Friedmann meinte er konnte auch nicht gut schlafen, na an was das wohl gelegen haben koennte?

Die 6km zur Grenze liessen sich bequem mit einem TukTuk zuruecklegen. Dort angekommen und einer kurzen Orientierungsphase ueber den Markt (ohne Probleme mit einem Polenmarkt vergleichbar,nur wesenlich mehr Menschen) gelangten wir dann an die eigentliche Grenze. Nach ca. 30min in der prallen Sonne hatte wir die erste Huerde genommen und sind in das Haeuschen zur Ausreise aus Thailand vorgedrungen, natuerlich nicht ohne uns den aufdringlichen Schleppern entzogen zu haben, die immer nur unser bestes wollten, naemlich unser Geld. Die Ausreise und auch die Einreise nach Kambodscha inklusive Visabeschaffung waren ohne Probleme moeglich. Lediglich ungefaehr zwei Stunden Zeit und 20$ sollte man dafuer einplanen, aber dafuer ist dann alles offiziell.

Nach der Grenze wurde die Beschreibung der Reisefuehrer sehr real. Die Stadt Poipet hinter der Grenze laedt wahrlich nicht zum verweilen ein. Dreckig, staubig und stinkend trifft es da ganz gut. Aber was solls wir wollten ja eh weiter. Also ab in ein ortsuebliches Verkehrsmittel (ein Motorrad mit Beiwagen aus Armiereisen zusammengeschweisst) und zum Busbahnhof gefahren. An der Grenze hatte wir noch zwei andere Deutsche getroffen und beschlossen die Fahrt nach Siam Reap gemeinsam anzugehen. Ein Taxi dorthin war schnell gefunden, aber jeder Versuch ihn unter 50$ zu handel schlug fehl, auch andere Reisende hatten dieselbe Erfahrung machen mueessen. Also was solls, los gings. Aranyaprathet-Siam-Reap-004Die erste Kilometer hinter Poipet liessen uns schon boeses ahnen, eine ehemals asphaltierte Strasse mit Schlagloechern ueberseht war unsere Strecke fuer die ersten 35km. Das war zwar nicht sonderlich angenehm, aber nichts im Vergleich was danach die naechsten 100km auf uns zukam. Der Fahrer war immer zuegig unterwegs und liess auch nur wenige Schlagloecher aus.

Wie gesagt nach Sisiphon kam der wirkliche harte Teil der Strecke. Eine Schotterpiste mit Schlagloechern so gross das man ohne Porbleme Lastwagen darin verstecken konnte Aranyaprathet-Siam-Reap-012Aranyaprathet-Siam-Reap-033wechselten sich mit abertausenden von kleinen und groesseren Schlagloechern ab, und unser Fahrer hielt immer kraeftig drauf zu. Unsere Koepfe schlugen ein um das andere mal an das Dach unseres Taxis, wenn der Fahrer mal wieder etwas zu schwungvoll die zahlreichen Schlagloecher nahm. Aranyaprathet-Siam-Reap-002Auch das Tanken war ein Erlebnis, oder hat schonmal jemand sein Benzin in 1,5l Cola und Fantaflaschen eingekauft und dann mit dem Trichter ins Auto gekippt? Doch irgenwann ist auch mal die "schoenste" Zeit vorbei und wir sind nach insgesamt 4,5Stunden Fahrt in Siam Reap angekommen.

Auffaellig ist auf jeden Fall schon beim Reinfahren in die Stadt die grosse Zahl von neu gebauten Hotels der gehobenen Mittelklasse und der Oberklasse. Den Charme einer Kleinstadt mit gelegentlich kommenden Rucksacktouristen hat die Stadt schon laengst verloren. Die grossen Reisegruppen mit ihren organisierten Touren bestimmen das Strassenbild. Auch die Preise in den Restaurants usw. sind dementsprechend nachgezogen. Ein Abendbrot fuer zwei Leute fuer 10-15$ ist vollkommen normal, in Thailand war das noch fuer ca. 5-8$ moeglich. Dafuer haben wir aber eine sehr einfache und doch angenehme Unterkunft in einem der alten Hotels der Stadt gefunden. Fuer 5$ die Nacht haben wir ein Zimmer mit zwei Betten, Klo und Dusche sowie eine Fan bekommen.

So morgen werden wir uns dann die Tempelstadt von Angkor anschauen und euch natuerlich wieder berichten.

Donnerstag, 10. November 2005

Zwischenstopp in Aranyaprathet

Nach dem gestern angekuendigten Bierchen am Abend konnten wir die Nacht ganz angenehm in unserem Kabuff (auch Hotelzimmer genannt) schlafen. Am morgen das Fruehstueck liess sich ohne Probleme als Kopie des Vortages indentifizieren. Natuerlich auch mit dem gleichen Ergebnis des Sattwerdens.

Nach dem Auschecken aus dem Hotel ging es mit dem Taxi zum im Norden von Bangkok gelegenen Busbahnhof Morchid Station. Von dort ging es dann mit nem klimatisierten Bus fuer ca. 4 Euro ins 260km entfernte Aranyaprthet direkt an der Grenze zu Kambodscha. Die Fahrt von ein bisschen mehr als vier Stunden verlief ohne besondere Vorkommnisse. Auch der Fuellungsgrad des Busses liess uns sehr an mitteleuropaeische Verhaeltnisse denken, denn an asiatische. Alles in allem also angenehm und zu empfehlen.

In Aranyaprathet Aranyaprathet-002angekommen ging es zunaechst auf die Suche nach nem Hotel. Das von uns ausgesuchte war leider schon ausgebucht, sodass wir unserem TukTuk-Fahrer die Entscheidung uebertragen haben uns fuer eine Nacht hier unterzubringen. Dies hat er dann auch gemacht, natuerlich nicht, ohne seinen familieaeren Pflichten genuege zu tun und uns bei einem seiner Verwandten abzuladen. Na was solls, das Zimmer ist sauber, fuer die Moskitofreiheit sorgen diverse Gekkos im Zimmer. Auf eine Klimaanlage muss man dann allerdings bei einem Preis von umgerechnet 6 Euro verzichten. Fuer eine Nacht ist es aber auszuhalten.

Nach nem schoenen Abendbrot mit TomYam-Suppe und anderen leckeren Thai-Gerichten Aranyaprathet-006werden wir uns nun mal dem Matratzenhorchen hingeben. Morgen wird sicherlich nen anstrengender Tag. Wir wollen gegen 8 Uhr spaetestens aufbrechen um ueber die nahe gelegene Grenze nach Kambodascha zu gelangen und dann die 8 stuendige Fahrt nach Siam Reap auf uns zu nehmen. Wenn man bedenkt das diese Stadt nur 160km von hier entfernt ist, schwant uns da boeses. Wir werden es euch dann berichten.

Mittwoch, 9. November 2005

Bangkok zu Fuss und auf dem Fluss

Nachdem wir heute ausgeschlafen hatten, haben wir uns erst mal das im Preis inbegriffene Fruehstueck genehmigt. Na sagen wir es mal so, es hat die Grundlage gelegt den Tag zu ueberstehen, aber mehr auch nicht.

Anschliessend ging es zu Fuss durch die Altstadt an den Fluss um von dort mit nem IMG_2297Expressbott erst mal die Stadt auf dem Wasserweg zu erkunden. IMG_2311Nach diversen Seitenwechseln auf dem Fluss habe wir dann erst mal das Boot verlassen um uns in den Trubel von Chinatown zu stuerzen. Ist echt nen tolles Erlebnis um zu shoppen, aber auch einfach zu sehen wie die Menschen hier leben. IMG_2312Nach ca. 1,5 Stunden reichte es dann aber auch, das heisst unsere Nasen waren derart von Abgasen und diversen anderen Geruechen vergrault, dass wir uns zunaechst in eine komplett andere Welt versetzt gesehen haben, als wir ein Kulturkaufhaus betraten. Dort haette man ohne Probleme mehrere Monatsgehaelter in diverse Antiquitaeten und kuenstlerische Produkte umsetzen koennen, aber wir konnten uns beherschen.

Danach ging es mit dem Boot zurueck zum Startpunkt unseres Ausfluges. Das Mittagessen und das anschliessende Pflichtliegen im Hotel haben uns gutgetan.

Frisch gestaerkt ging es danach wieder los. Zunaechst erstmal in den StarBucks auf der KaoSanRoad um nen ordentlichen Nachmittagskaffee zu geniessen und dabei die weitere Tagesplanung vorzunehmen.

Von dort ging es dann zunaechst mit nem TukTuk (dreiraedriges klappriges Zweitaktmotorrad) bis zur naechsten Station des SkyTrains. Von dort dann bis ans Ende der SilomRoad im Finanzbezirk von Bangkok. Das durchlaufen der Strasse sollte man allerdings nur mit Mundschutz wagen, leider hat uns das keiner vorher gesagt. Sei es wie es sei, wir haben es ueberstanden. IMG_2342Ein Spaziergang durch den Lumpinipark und ein anschliessendes Abendbrot auf dem NightBazar haben uns dann dafuer wieder entschaedigt. Abschliessend haben wir uns dann noch den Bazar selber angeschaut und schon die ersten Sachen gefunden die es sich lohnen wuerden mit nach Deutschland zu nehmen. Aber die werden wir dann erst nach unserem Trip durch Kamboscha und Vietnam kaufen um sie nicht die ganze Zeit mitschleppen zu muessen.

So nun werden wir uns noch nen schoenes Bierchen goennen KaoSanRoad am Abendund dann schlafen gehen. Morgen soll es dann von Bangkok aus mit nem Linienbus an die Kamboschanische Grenze gehen. Wir werden dann weiter berichten.

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